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Wies
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Wies ist eine Marktgemeinde mit 4297 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025) im Bezirk Deutschlandsberg in der Steiermark.
Contents
⢠Geografie
⢠Lage
⢠Eingemeindungen
⢠Nachbargemeinden
⢠Geschichte
⢠Philipp Eberl
⢠Polarlicht 1938
⢠BevÜlkerung
⢠Verkehr
⢠Arbeitsstätten
⢠Tourismus
⢠Schulen
⢠Sport
⢠Politik
⢠Gemeinderat
⢠Bßrgermeister
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Geografie
Lage
Ortschaften und Katastralgemeinden
| Ortschaften | Ew. | Katastralgemeinden | Fläche |
|---|---|---|---|
| Altenmarkt | 930 | Altenmarkt | 298,61 ha |
| Aug | 145 | Aug | 132,64 ha |
| Buchegg | 48 | Buchegg | 81,04 ha |
| Buchenberg-Burgstall | 89 | Buchenberg-Burgstall | 414,31 ha |
| Etzendorf | 162 | Etzendorf | 239,49 ha |
| GaiĂeregg | 131 | GaiĂeregg | 268,61 ha |
| Gieselegg | 53 | - | - |
| Kogl | 227 | Kogl | 164,15 ha |
| Lamberg | 39 | - | - |
| Limberg | 240 | Limberg | 408,23 ha |
| Mitterlimberg | 641 | Mitterlimberg | 358,78 ha |
| PĂśrbach | 134 | PĂśrbach | 234,83 ha |
| Unterfresen | 421 | Unterfresen | 1.488,89 ha |
| Vordersdorf | 412 | Vordersdorf | 420,59 ha |
| Wernersdorf | 160 | Wernersdorf | 182,9 ha |
| Wiel | 102 | Wiel St. Anna | 814,45 ha |
| Wiel St. Oswald | - | Wiel St. Oswald | 2.080,35 ha |
| Wies | 363 | Wies | 55,73 ha |
Eingemeindungen
Die frßhere Gemeinde Vordersdorf wurde am 1. Jänner 1969 mit der Gemeinde Wies zusammengeschlossen.cite-ref-9[9]
Im Rahmen der steiermärkischen Gemeindestrukturreform wurde Wies 2015 mit den Gemeinden Wernersdorf, Wielfresen und Limberg bei Wies vereinigt,cite-ref-10[10] und fĂźhrt den Namen Wies weiter. Grundlage dafĂźr ist das Steiermärkische Gemeindestrukturreformgesetz â StGsrG.cite-ref-11[11]
Nachbargemeinden
FĂźnf der sechs Nachbargemeinden liegen im Bezirk Deutschlandsberg, St. Martin umschlieĂt PĂślfing-Brunn und grenzt daher zweimal an.
Geschichte
Altes Rodungsgebiet
Schwarzer Sonntag von Wies
Wies war im 19. Jahrhundert ein beliebter Wallfahrtsort. In der Nacht auf den Sonntag, den 22. September 1850cite-ref-brauch-13-0[13]cite-ref-14[14] (nach anderen Quellen in der Nacht auf Montag, den 23., was aber unwahrscheinlich ist, da die Betroffenen am Wallfahrtsgottesdienst am Sonntag teilnehmen wollten) brach allerdings zwischen drei und vier Uhr morgens am Dachboden des Bäckerhausescite-ref-brauch-13-1[13] in einer Herberge (nach anderen Quellen: in einer Scheune zwischen der Bäckerei Brauchhart und dem Kirchenwirt) ein Brand aus. Dort hatten 200 Pilger Quartier gefunden. Der Vermieter (bzw. dessen Hausknechtcite-ref-brauch-13-2[13]) hatte sie ßber Nacht eingesperrt, damit niemand ohne zu zahlen gehen konnte. Bis Hilfe kam, waren sechs Menschen verbrannt, drei starben noch am nächsten Tag. Viele Verletzte wurden nach Hause gebracht und man sprach von weiteren 30 (nach anderer Quelle: 33) Toten. Dieses Ereignis wurde in der ganzen Steiermark bekannt. Seit damals soll die Seele des Hausknechts, die keine Ruhe gefunden hätte,cite-ref-brauch-13-3[13] als schwarzes Manderl durch die Räume des Unglßcksortes wandern.cite-ref-15[15]
Philipp Eberl
Als âKoralmschreckâ oder âLipperlâ wurde Philipp Eberl zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Gewalttäter und Räuber bekannt. Er war am 27. April 1890 in einer HolzknechthĂźtte bei St. Vinzenz geboren worden, wuchs bei seiner GroĂmutter auf und arbeitete zunächst als Halterbub und Holzknecht. Er hatte einen Unterschlupf in Form einer ausgebauten HĂśhle westlich des Gutes Zirma auf der Koralm im Westen von Wies, unterhalb des GroĂen Speiks. Darin waren letztlich auch MĂśbel, Federbetten und Porzellangeschirr vorhanden, er lebte dort Ăźber lange Zeit mit seiner Gefährtin Nanni, die BeutestĂźcke verkaufte und fĂźr Lebensmittel, Salz, Zucker usw. sorgte. Mehrere Morde und eine Reihe anderer Straftaten wurden ihm zugeschrieben, einmal war er nach einer tĂśdlichen Attacke auf die Bäuerin Maria Hubmann,cite-ref-16[16] die ihm seine PĂśbeleien verboten hatte, bereits zu 10 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Die Tat hatte er während eines Heimaturlaubes als Soldat der Italienfront begangen. Nach mehreren anderen Verhaftungen konnte er flĂźchten. Am 2. September 1924 wurde er im Rahmen einer Fahndungsaktion erschossen, nachdem er selbst eine Pistole auf einen Gendarmen gerichtet hatte. Philipp Eberl wurde ohne Begräbnis auĂerhalb des Friedhofs der Kirche St. Anna bei Schwanberg beerdigt.cite-ref-17[17] Aus Anlass seines 100. Todestages wurde eine Reportage erstellt, die im September 2023 Grundlage einer TheaterauffĂźhrung in Wies werden sollte.cite-ref-18[18]
Der Juliputsch 1934 in Wies
Der Gendarmerieposten des Rayons Wies wurde am 25. Juli 1934 in Alarmbereitschaft versetzt. An der Grenze zu Wies, in Jagernigg, sammelten sich gegen 20:00 Uhr zahlreiche Nationalsozialisten, die angeblich 180 Gewehre, 6.000 Schuss Munition und einige MGs zur VerfĂźgung hatten. An die 100 Mann aus dem Jagernigger Kohlenbergwerk begaben sich nun nach Schwanberg. Gegen 23:00 Uhr fuhren aus Schwanberg und Steyeregg nationalsozialistische Putschisten in Wies ein. Am Ortseingang kam es zu einer SchieĂerei mit den Ostmärkischen Sturmscharen, wobei der 25-jährige Sturmschärler Karl Masser tĂśdlich getroffen wurde. Zu diesem Zeitpunkt waren circa 100 Putschisten in Wies, die gegen 23:15 Uhr den bereits verlassenen Gendarmerieposten besetzten. Am 26. Juli lĂśsten die Nachrichten vom Ăśsterreichweiten Scheitern des Putsches umfangreiche Fluchtbewegungen aus, so auch in Wies. Der Gendarmerieposten wurde erst am Morgen des 27. Juli wieder besetzt.cite-ref-19[19]
Polarlicht 1938
Weites Aufsehen in Wies und den Nachbargemeinden erregte am Abend des 25. Jänner 1938 ein Polarlicht (Nordlicht), das als Lichterscheinung eines GroĂbrandes im Koralmgebiet missinterpretiert und als bĂśses Omen und Anzeichen eines nahenden Krieges gedeutet wurde. Das Licht wurde als so hell beschrieben, dass man im Freien Zeitung lesen kĂśnne. Die Feuerwehr von Wies rĂźckte aus und fuhr bis Schwanberg, ehe sie Ăźber die Ursache, eine Naturerscheinung in der hohen Atmosphäre, informiert wurde.cite-ref-20[20]
Seltenriegel-Quelle (Schelch-Quelle)
Im Jahr 1960 wurde zwischen GaiĂeregg und Lamberg nĂśrdlich von Wies eine Quelle bekannt, deren Wasser heilende Wirkungen zugeschrieben wurden. Es kam zu Versuchen, das Quellwasser als Heilmittel gegen Krebs zu bezeichnen. Eine behĂśrdliche Anerkennung als Heilquelle wurde nicht erreicht, wohl aber die gewerberechtliche Erlaubnis einer AbfĂźllung als Tafelwasser. Die Quelle wird als âCalcium-Magnesium-Hydrogencarbonat-Akratopegeâ bezeichnet, die von Salzarmut des Wassers und einem Reichtum an Spurenelementen gekennzeichnet ist. Die Quelle liegt am Rande des Koralm-Kristallins, es ist wenige hundert Meter nordwestlich der Quelle ein Quarzgang (Pegmatit) aufgeschlossen. Ihr Ursprung liegt in der Katastralgemeinde 61115 GaiĂeregg am GrundstĂźck 303/4 im GaiĂeregggraben, ca. 1 km bachaufwärts der EinmĂźndung des GaiĂereggbaches (auch Lambergerbach genannt) in die WeiĂe Sulm.seltenriegelquelleâ46.72741666666715.266388888889 Nach weiteren Untersuchungen, welche Verunreinigungen dokumentierten, war die Quelle einige Zeit behĂśrdlich gesperrt, das Interesse an ihrem Wasser blieb aber auch nach Aufhebung der Sperre erloschen.cite-ref-21[21]cite-ref-22[22]cite-ref-23[23]
Ein ähnliches Schicksal hatte der ca. 30 m nordwestlich liegendereiterer-brunnenâ46.72786111111115.266138888889 Reiterer-Brunnen (auch Lukas-Quelle genannt) auf dem GrundstĂźck 234. In der Literatur wird berichtet, dass diese Quelle anscheinend â⌠feinklastische quartäre Ablagerungen im Bereich eines kleinen Seitentales (linker Zubringer) der WeiĂen Sulm durchteuftâ und ein hoher Eisengehalt erwähnt, der auf eine Ăhnlichkeit mit der Hubertusquelle von Bad Gams hinweist. Der Versuch, fĂźr das Wasser dieser Quelle unter der Bezeichnung âWieser Wasserâ Markenschutz zu erhalten, war nicht erfolgreich.cite-ref-24[24] Es wird angenommen, dass mit der ErschlieĂung dieser Quelle versucht wurde, von der Popularität der nahe liegenden Seltenriegel-Quelle zu profitieren. Das war auf Dauer nicht erfolgreich. 1989 wurde die Quellfassung renoviert. Die Mindestmenge an Eisengehalt, die fĂźr eine Anerkennung als Heilquelle nĂśtig gewesen wäre, konnte nicht belegt werden, auch war die Quelle nicht ergiebig genug, um eine kontinuierliche Nutzung zu gewährleisten.cite-ref-25[25]
Brand des ehemaligen Sägewerks
In den ersten Stunden des 15. Juli 2021 brannten die aus Holz errichteten Hallen des Sägewerks in der Ortschaft Wernersdorf, in das bereits nachnutzende Unternehmen â ECO-Park â eingezogen waren. Knapp 300 Einsatzkräfte konnten andere Gebäude retten und den GroĂbrand lĂśschen, der auch gelagertes Holz erfasst hatte.cite-ref-26[26]
BevĂślkerung
BevĂślkerungsentwicklung
Die BevĂślkerung in der Marktgemeinde Wies entwickelte sich durch den Beginn der Industrialisierung im 18. Jahrhundert sehr rasch. Die Bekanntheit des Ortes durch die Kirche Zum gegeiĂelten Heiland auf der Wies trug einiges dazu bei und die ErschlieĂung von Wies durch die Bahn (1872/73) brachte noch einen kleinen BevĂślkerungsschub mit sich. Von 1880 bis 1990 schwankt die Zahl zwischen 5000 und 5500 Personen. Seither verliert die Gemeinde Einwohner durch eine negative Wanderungsbilanz. Seit 2001 ist auch die Geburtenbilanz negativ.cite-ref-27[27]
BevĂślkerungsstruktur
Die Gemeinde hatte 2001 laut Volkszählung 2.484 Einwohner. 95,8 % der BevĂślkerung besaĂen die Ăśsterreichische StaatsbĂźrgerschaft. Zur rĂśmisch-katholischen Kirche bekannten sich 95,8 % der Einwohner, 2,0 % waren ohne religiĂśses Bekenntnis, 0,8 % islamisch und 0,7 % evangelisch.
Kultur und SehenswĂźrdigkeiten
Siehe auch:
Liste der denkmalgeschĂźtzten Objekte in Wies
⢠Schloss Limberg
⢠Bergbaumuseum
⢠Emmauskapelle in Wernersdorf
⢠St. Veit-Kapelle
⢠Pfarrkirche Wies
⢠Pfarrkirche Wiel
⢠Schloss Burgstall: Auch wenn die Anfänge um das Schloss Burgstall (ursprĂźnglicher Name Lackenberg) ungeklärt sind, so kann man doch sicher sagen, dass es am Ende des 16. Jahrhunderts in seiner derzeitigen Form, als Renaissanceschloss, entstanden ist. Man nimmt allerdings an, dass es bereits in seiner frĂźheren Form das Aussehen eines markanten Wehrbaus besaĂ. Unter den Besitzern des Schlosses Burgstall finden sich unter anderem die Herren von Walsee, die Ritter von Eibiswald, die Grafen von Schrottenbach, die Grafen von Herberstein und die FĂźrsten von Liechtenstein.cite-ref-28[28]
⢠Kulturinitiative KĂRBIS: Die Kulturinitiative in Wies veranstaltet eigene Theaterproduktionen, Konzerte, CD-Publikationen und Lesungen.
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Wies-Eibiswald ist der Endbahnhof der Wieserbahn, im Ortskern liegt auĂerdem die Haltestelle Wies Markt. Zur Koralmbahn und nach Graz verkehrt halbstĂźndlich die Linie S6 der S-Bahn Steiermarkcite-ref-29[29], betrieben von der GKB.
Die Radlpass StraĂe B 76 fĂźhrt durch die Gemeinde westlich am Ort Wies vorbei.
Arbeitsstätten
Im sekundären Wirtschaftssektor bieten 48 Betriebe 505 Menschen Arbeit, vor allem bei der Herstellung von Waren und im Bau. Der tertiäre Wirtschaftssektor bietet 701 Arbeitsplätze, groĂteils in sozialen und Ăśffentlichen Diensten sowie im Handel (Stand 2011).cite-ref-30[30]cite-ref-31[31]
Tourismus
Die Gemeinde ist seit Oktober 2021 Teil des Tourismusverbandes SĂźdsteiermark.cite-ref-33[33]
Durch die Gemeinde verlaufen der Nord-SĂźd-Weitwanderweg sowie der Steirische Mariazellerweg.
Schulen
Wies ist ein regionales Schulzentrum.
⢠Volksschule (VS) Wies
⢠Volksschule (VS) Wernersdorf
⢠Mittelschule (MS) Wies
⢠Fachschule fĂźr Land- und Ernährungswirtschaft Burgstall â St. Martin
⢠Erzherzog Johann-Musikschule Wies (EJMS)
Die Polytechnische Schule (PTS) Wies wurde im Sommer 2011 und die Volksschule (VS) Steyereggcite-ref-34[34] im Sommer 2019 geschlossen.
Gesundheit und Pflege
In der Marktgemeinde gibt es drei praktische Ărzte und einen Zahnarzt sowie eine Apotheke. Von der Caritas der DiĂśzese Graz-Seckau und einem privaten Anbieter werden zwei Senioren- und Pflegeeinrichtungen betrieben.cite-ref-35[35]cite-ref-36[36]
Sport
⢠Der Welschlauf ist ein Marathonlauf, der am ersten Mai-Wochenende stattfindet. Er verbindet die Welsch- mit der Schilcherregion entlang der SĂźdsteirischen WeinstraĂe.cite-ref-37[37] Wies und Ehrenhausen wechseln sich jedes Jahr mit der Ausrichtung von Start und Ziel ab.
Politik
Gemeinderat
Der Gemeinderat hat seit dem Jahr 2015 21 Mitglieder, davor 15 Mitglieder.
⢠Nach den Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2000 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 8 ĂVP, 4 SPĂ, 2 Liste Aktiver Wieser und 1 FPĂ.
⢠Nach den Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2005 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 6 ĂVP, 5 Liste Aktiver Wieser, 3 SPĂ und 1 Gemeinsam fĂźr Wies.cite-ref-stmkgrw2005-60343-38-0[38]
⢠Nach den Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2010 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 11 Liste Aktiver Wieser â Josef Waltl, 2 ĂVP und 2 SPĂ.cite-ref-stmkgrw2010-60343-39-0[39]
⢠Nach den Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2015 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 15 Liste ALLER Wieser â Josef Waltl, 3 ĂVP, 2 SPĂ und 1 FPĂ.cite-ref-stmkgrw2015-60351-40-0[40]
⢠Nach den Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2020 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 11 Liste ALLER Wieser â Josef Waltl, 5 ĂVP, 2 Sabine Ehmann, FĂźr Heimat, Umwelt und Wirtschaft, 2 SPĂ und 1 FPĂ.cite-ref-stmkgrw2020-60351-41-0[41]
⢠Nach den Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2025 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 13 Liste ALLER Wieser â Josef Waltl, 3 ĂVP, 3 FPĂ, 1 Sabine Ehmann, FĂźr Heimat, Umwelt und Wirtschaft und 1 SPĂ.cite-ref-stmkgrw2025-60351-2-1[2]
BĂźrgermeister
Wappen und Flagge
Alle vier Vorgängergemeinden hatten ein Gemeindewappen. Wegen der Gemeindezusammenlegung verloren diese mit 1. Jänner 2015 ihre offizielle Gßltigkeit. Die Neuverleihung des Gemeindewappens fßr die Fusionsgemeinde erfolgte mit Wirkung vom 5. November 2016.cite-ref-43[43]
Die neue Blasonierung (Wappenbeschreibung) lautet:
âIm quadrierten Schild oben rechts in GrĂźn ein silberner Panther, dem aus Rachen und Ohr rote Flammen schlagen, oben links in Rot auf grĂźnem Berg silbern aus einer achtfach gezinnten Mauer wachsend eine sechsfach mit TĂźr und Fenstern schwarz durchbrochene Kirche mit mittig eingestelltem Turm samt Spitzdach und aufgestecktem Kreuz, unten rechts in Rot silbern gekreuzt Schlägel und Eisen, belegt mit einem silbernen Zahnrad, unten links in Silber eine schwarze, einwärts gerichtete Sichel.â
Die Gemeindeflagge ist einfarbig weiĂ mit dem Wappen.cite-ref-44[44]
Infos zu den Wappen der Vorgängergemeinden
⢠1977 erhielt die Gemeinde Limberg bei Wies ihr Wappen, das sowohl an den Namen (Lindenblätter), als auch an den Bergbau (Barbarakapelle) erinnert.
⢠Die Verleihung des Gemeindewappens von Wernersdorf erfolgte 1990, es zeigt vier Gattersägen, darunter eine belaubte Weintraube; geteilt werden diese beiden Bereiche durch einen silbernen Wellenbalken, der die WeiĂe Sulm darstellt.
⢠1979 erhielt Wielfresen das Recht zur FĂźhrung eines Gemeindewappens. Es zeigt ein in drei Teile (drei Katastralgemeinden) zerbrochenes Richtrad (Attribut der heiligen Katharina), umkränzt von drei Birkenzweigen (âbrezaâ).
⢠Das Wappen der Marktgemeinde Wies bis 2014 war ein viergeteilter Schild. Links oben ist ein silberfarbener Panther auf grßnem Grund zu sehen, aus dessen Ohren und Rachen Feuerflammen kommen (ähnlich dem steirischen Wappen). Das obere rechte Feld ist in rot gehalten und zeigt eine Burgmauer mit Zinnen auf einem grßnen Hßgel. Innerhalb der Burgmauer ragt eine Kirche hervor. Im unteren linken, ebenfalls roten Feld ist ein, fßr die Region, die stark mit dem Bergbau verbunden war, typisches, Zeichen zu sehen: Ein Bergmannsschlägel mit dem dazugehÜrigen Eisen. Die Stiele dieser Werkzeuge sind aus Holz dessen Kreuzstelle ein eisernes Zahnrad ziert. Das untere rechte Feld zeigt eine zur Mitte gewandte Sichel auf silbernem Grund. Den ganzen Schild umgibt eine bronzefarbene Randeinfassung (Diese ist im neuen Wappen ab 2016 nicht mehr vorhanden).
PersĂśnlichkeiten
EhrenbĂźrger der Gemeinde
⢠1975: Friedrich Niederl (1920â2012), Landeshauptmann der Steiermark 1971â1980cite-ref-45[45]
⢠1981: Josef Krainer (1930â2016), Landeshauptmann der Steiermark 1980â1996cite-ref-46[46]
⢠1987: Franz Kraus (1927â2016), BĂźrgermeister von Vordersdorf 1955â1968, BĂźrgermeister von Wies 1975â1987
⢠1998: Franz Raggam (1935â2022), Pfarrer von Wies 1971â2002cite-ref-47[47]
SĂśhne und TĂśchter der Gemeinde
⢠Karl Staudinger (* 30. März 1874 in Wies; â 29. November 1962 in Sonneberg), Maler, Grafiker
⢠Carl Hermann (* 28. Oktober 1918 in Wolfgruben/Wies; â 11. November 1986 in GmĂźnd Fuchsstein), Bildhauer
⢠Marie Knittelfelder (Pseudonym: Aline Aliberti; * 9. Dezember 1885 in Wies; â 14. Mai 1959 in Graz), Lehrerin, Lyrikerin und Schriftstellerin
⢠Franz Lampl (* 18. November 1883 in GaiĂeregg; â 17. April 1943 in GaiĂeregg), Politiker der CS, Abgeordneter zum Nationalrat 1923â1927
⢠Josef Lukas (* 6. Februar 1835 in Wies; â 26. Jänner 1917 in Graz), Pädagoge
⢠Alois Posch (* 1959), Kontrabassist und Hochschullehrer
⢠Mathias Schmid (* 15. Oktober 1870 in Wies; â 23. September 1944 in Graz), Pfarrer von Waltersdorf, Politiker der CS, Mitglied der Konstituierenden Nationalversammlung 1919
Mit Wies verbundene PersĂśnlichkeiten
⢠Martin Bischof (* 1. November 1812 in PĂśllauberg; â 15. Jänner 1891 in Wies), Musiker, Lehrer seines Neffen Robert Fuchs
⢠Alfred Neumann (* 23. Mai 1882 in Graz; â 19. August 1938 in Wies) war Besitzer einer Glasfabrik und des Schlosses Burgstall in Wies
⢠Wolfgang Pollanz (* 31. Mai 1954 in Graz), Schriftsteller, Hanns Koren-Preisträger 2013
⢠Josef Reinisch (* 22. Jänner 1792 in Leibnitz; â 25. August 1868 in Wies), Pfarrer 1825 bis 1868, Autor einer Predigtsammlung, die im Verlag Kienreich in Graz erschien
⢠Wolfgang Temmel (* 15. April 1953), Kßnstler
⢠Arno Steinwider (* 3. Juli 1968), FlÜtist, Festivalintendant und Universitätsprofessor
⢠Gregor F. Waltl (* 29. April 1969), TV-Moderator u. a. bei ORF und Servus-TV
Literatur
⢠Werner Tscherne: Auf der Wies. Eine Geschichte der Gegend von Wies von der Anfängen bis zur Gegenwart. Wies 1983.
⢠Werner Tscherne: Was zwei Kirchenfenster berichten. Fßrstin Marie von und zu Liechtenstein und ihre Grabkapelle in Wies. In: Gernot Peter Obersteiner (Red.): Festschrift Gerhard Pferschy zum 70. Geburtstag. Hrsg. von der Historischen Landeskommission fßr Steiermark, Forschungen zur geschichtlichen Landeskunde der Steiermark, Band 42. Zeitschrift des Historischen Vereines fßr Steiermark: Sonderband 25, VerÜffentlichungen des Steiermärkischen Landesarchives Band 26, Graz 2000, ISBN 3-901251-15-4 (zum Geburtstag von Gerhard Pferschy).
⢠Karl Michael Waltl: Wieser Bilderbuch. Musikverlag Waltl, Wies 2020, ISBN 978-3-200-06842-1.
Weblinks
Commons
: Wies
â Sammlung von Bildern
⢠60351 â Wies. Gemeindedaten der Statistik Austria
⢠Eintrag zu Wies im Austria-Forum (im AEIOU-Ăsterreich-Lexikon)
⢠Marktgemeinde Wies
⢠Erzherzog Johann-Musikschule Wies
⢠Fachschule fĂźr Land- und Ernährungswirtschaft Burgstall â St. Martin
⢠Neue Mittelschule Wies
Einzelnachweise
cite-note-11. Aus 5 mach 1! In: WIESuell â Amtliche Mitteilungen der Marktgemeinde Wies, 339. Ausgabe, November 2025, Seite 2, abgerufen am 3. Dezember 2025
cite-note-stmkgrw2025-60351-22. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2025 in Wies. Land Steiermark, 23. März 2025, abgerufen am 3. April 2025.
cite-note-33. â 100 Jahre Marktgemeinde Wies. In: WIESuell â Amtliche Mitteilungen der Marktgemeinde Wies, 277. Ausgabe, Oktober 2019, abgerufen am 14. Oktober 2024
cite-note-44. â 100 Jahre Markterhebung Wies. In: WIESuell â Amtliche Mitteilungen der Marktgemeinde Wies, 306. Ausgabe, Jänner 2022, abgerufen am 14. Oktober 2024
cite-note-metadaten-einwohnerzahl-at-ortschaft-quelle-55. â Statistik Austria: BevĂślkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
cite-note-metadaten-fl-che-at-kg-quelle-66. â Regionalinformation 31.12.2023.zip, bev.gv.at (1.119 kB, 0003450398_100_Verwaltungseinheiten_KG_2023.csv); abgerufen am 20. Jänner 2025
cite-note-77. â Kundmachung vom 16. Mai 1951, Landesgesetzblatt fĂźr die Steiermark vom 28. Dezember 1959, 13. StĂźck, Nr. 37, S. 114.
cite-note-88. â Verordnung vom 18. Dezember 1959, Landesgesetzblatt fĂźr die Steiermark vom 28. Dezember 1959, 33. StĂźck, Nr. 108, S. 152.
cite-note-99. â Kundmachung vom 10. Juni 1968, Landesgesetzblatt fĂźr die Steiermark vom 28. Juni 1968, 8. StĂźck, Nr. 4, S. 70.
cite-note-1010. â Steiermärkische Gemeindestrukturreform.
cite-note-1212. â Fritz Lochner von HĂźttenbach: âDie Rodungsnamen der Steiermark.â In: Michaela Ofitsch, Christian Zinko: â125 Jahre Indogermanistik in Graz. Festband anläĂlich des 125jährigen Bestehens der Forschungseinrichtung âIndogermanistikâ an der Karl-Franzens-Universität Graz.â Verlag Leykam, Graz 2000, ISBN 3-7011-0026-8, S. 248.
cite-note-brauch-1313. â Wohltätig ist des Feuers Macht âŚ. In: Weststeirische Rundschau. Nr. 29, Jahrgang 2020 (17. Juli 2020), 93. Jahrgang. S. 2.
cite-note-1414. â Bild mit Erläuterungen, Nowohradsky, Graz 1850. Zitiert nach: Karl Michael Waltl: Wieser Bilderbuch. Musikverlag Waltl, Wies 2020. ISBN 978-3-200-06842-1. S. 60.
cite-note-1515. â Robert Preis: âDer Fluch von Wies. Das schwarze Manderl â ein ruheloser Geist.â In: â111 schaurige Orte in der Steiermark die man gesehen haben muss.â Verlag emons:, Graz 2018, ISBN 978-3-7408-0445-9, S. 224.
cite-note-1717. â Der âKoralmschreckâ. Wer kann von sich sagen, dass Ăźber sein Leben noch nach Ăźber 100 Jahren erzählt wird. In: Weststeirische Rundschau. Nr. 36, Jahrgang 2022 (9. September 2022), 95. Jahrgang. S. 16. (mit Hinweisen auf weiterfĂźhrende Literatur).
cite-note-1818. â Volkskulturelle Auseinandersetzung mit der Region. Der âKoralmschreckâ als BĂźhnencollage mit Musik. In: Weststeirische Rundschau. Nr. 33, Jahrgang 2023 (18. August 2023), 96. Jahrgang. S. 10.
cite-note-1919. â Gerald M. Wolf: âJetzt sind wir die Herren âŚâ Die NSDAP im Bezirk Deutschlandsberg und der Juli-Putsch 1934, in âGrazer zeitgeschichtliche Studien. Band 3â StudienVerlag, Innsbruck-Wien-Bozen 2008, ISBN 978-3-7065-4006-3, S. 168â171.
cite-note-2020. â âJetzt kommt bestimmt bald ein Krieg âŚâ In: âWeststeirische Rundschauâ, 9. März 2018, 91. Jahrgang, Nr. 10, S. 16.
cite-note-2323. â Die Wunderquelle von Wies In: Kleine Zeitung, Graz, 1. August 2021. (abgefragt am 10. September 2021).
cite-note-2525. â Von âEisenquellenâ bis âSchwingungsessenzenâ ⌠zwischen Wies und Schwanberg. In: Wochenzeitung Weststeirische Rundschau. Nr. 2, Jahrgang 2021 (15. Jänner 2021), 94. Jahrgang, S. 10.
cite-note-2626. â GroĂer Schaden bei Hallenbad in Wernersdorf orf.at, 15. Juli 2021, abgerufen am 15. Juli 2021.
cite-note-2727. â Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Wies, BevĂślkerungsentwicklung. Abgerufen am 28. Januar 2020.
cite-note-2828. â Schloss Burgstall. In: burgen-austria.com. Martin Hammerl; abgerufen am 1. Januar 1900
cite-note-2929. â Fahrplan S6. Abgerufen am 20. Dezember 2025.
cite-note-3030. â Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Wies, Arbeitsstätten. Abgerufen am 17. Juni 2019.
cite-note-3131. â Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Wies, Beschäftigte. Abgerufen am 17. Juni 2019.
cite-note-3232. â Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Wies, Ăbernachtungen nach Unterkunftsart und Herkunft der Gäste. Abgerufen am 17. Juni 2019.
cite-note-3333. â Grazer Zeitung, Amtsblatt fĂźr die Steiermark, 29. Jänner 2022; 217. Jahrgang, 4. StĂźck verwaltung.steiermark.at
cite-note-3434. â Josef FĂźrbass: Ein Abschlussfest mit gemischten Emotionen: Und wieder ist eine kleine Landschule von der Bildfläche verschwunden â Deutschlandsberg. In: meinbezirk.at. 8. Juli 2019, abgerufen am 25. Februar 2024.
cite-note-3535. â Marktgemeinde Wies, Gesundheitseinrichtungen. Abgerufen am 3. April 2025.
cite-note-3636. â Caritas Steiermark, Pflegewohnhaus Wies. Abgerufen am 3. April 2025.
cite-note-3737. â Welschlauf. Gemeinde Wies, abgerufen am 17. November 2023.
cite-note-stmkgrw2005-60343-3838. â Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2005 in Wies. Land Steiermark, 13. März 2005, abgerufen am 16. Januar 2025.
cite-note-stmkgrw2010-60343-3939. â Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2010 in Wies. Land Steiermark, 21. März 2010, abgerufen am 16. Januar 2025.
cite-note-stmkgrw2015-60351-4040. â Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2015 in Wies. Land Steiermark, 22. März 2015, abgerufen am 16. Januar 2025.
cite-note-stmkgrw2020-60351-4141. â Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2020 in Wies. Land Steiermark, 28. Juni 2020, abgerufen am 16. Januar 2025.
cite-note-4343. â 129. Verlautbarung der Steiermärkischen Landesregierung vom 27. Oktober 2016 Ăźber die Verleihung des Rechtes zur FĂźhrung eines Gemeindewappens an die Marktgemeinde Wies (politischer Bezirk Deutschlandsberg), abgerufen am 4. November 2016
cite-note-4444. â Eintrag zu Wies auf der Seite kommunalflaggen.eu
cite-note-4545. â SĂźdost-Tagespost (16. November 1975), S. 6.
cite-note-4646. â SĂźdost-Tagespost (8. Juli 1981), S. 6.
cite-note-4747. â Kleine Zeitung (27. März 2022), S. 83.